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Titel: Spekulationen in der Wirtschaft
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Spekulationen in der Wirtschaft

Spekulation in der Wirtschaftssprache ist die planvolle Handlung einer wirtschaftenden Person, die nach lukrativen, zumeist kurzfristigen Investition-Möglichkeiten (z.B. Spekulation mit Goldmünzen und Goldbarren) ausschau hält (lat. speculor: ich erspähe). Sie ist auf die Zukunft gerichtet. Die Strategie (Wirtschaft) nutzt dagegen die Möglichkeit heute Faktoren zu verändern.

Die Geschichte

So stand Ende des 20. Jahrhunderts der durch realen Güteraustausch benötigten Menge an weltweiten Kapitalmitteln ein 50-fach höheres Spekulation-Kapital entgegen. Anders ausgedrückt wurden ca. 98% aller Kapitalmittel zu Spekulationen benutzt.

Betrieb-Wirtschaftliche Sicht

Ziel einer jeden wirtschaftlichen Spekulation ist es, einen finanziellen Vorteil (mehr Einkommen) durch die künftige Realisierung einer erwarteten Markteinschätzung zu erzielen. Das finanzielle Ergebnis (Gewinn oder Verlust) einer jeden Spekulation besteht dabei stets in der Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufpreis eines Marktgegenstandes, bereinigt um Kosten des Handels (Transaktionskosten).

Erfolgreiche Spekulationen sind hauptsächlich auf das frühzeitige Erkennen und Ausnutzen von vermuteten Fehleinschätzungen des Marktes durch Marktbeteiligte über künftige Kursentwicklungen zurückzuführen, die sich wiederum durch ungleich verteiltes Wissen und Können zwischen Käufern und Verkäufern erklären lassen. Korrigiert der Markt anschließend diese Fehleinschätzungen, resultieren daraus Spekulationsgewinne. Schlägt die Spekulation fehl, so können Spekulationsverluste entstehen.

Risiko und Chance

Spekulation ist stets mit dem Risiko bzw. der Gefahr zu verlieren (Verlustrisiko) und mit der Chance zu gewinnen (Gewinnchance) verbunden. Die von Spekulationen ausgehenden, z. T. enormen Beträge an Risikokapital bewirken eine Konzentration finanzieller Mittel auf ausgewählte Handelsinstrumente (Devisen, Aktien, Anleihen, Optionen und andere Derivate) und tragen somit zu einer Erhöhung der Liquidität, aber auch der Unsicherheit der Kapitalmärkte bei.

Kapitalmarkt - Spekulation

Spekulation ist am Kapitalmarkt von größter Bedeutung, da die Ergebnisse sich nur schwer vorhersagen lassen. Wichtig sind in diesem Bereich Bullen- und Bärenmarkt bearish speculation,Haussespekulant, Spekulationsblase, Tagesgeschäft. Zum planvollen Vorgehen an der Börse siehe Strategie (Wirtschaft)

Volkswirtschaftliche Funktion

Eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion der Spekulation besteht darin, dass sich über den Kapitalmarkt gegebene unternehmerische Risiken gegen eine angemessene Renditeerwartung an die Gruppe der Spekulanten übertragen lassen (Hedging).

Spekulation ist auch in der Hinsicht nützlich, als die von ihr verursachten Schwankungen des Kurses einer Ware Aufschluß darüber geben können, wie stabil der Wert der Ware ist. Beispielsweise gibt es die Aussage Der US-Dollar ist eine stabile Währung. und Die D-Mark ist eine stabile Währung. Nichtsdestotrotz war am 3. August 1995 der Kurs bei USD / DEM = 1,37, während am 26. Oktober 2000 der Kurs bei USD / DEM = 2,36 war. Das heißt, zwei offiziell wertstabile Währungen waren gegeneinander um den Faktor 1,7 instabil.

Wichtige Unterscheidung

Damit unterscheidet sich der Spekulant von einem Spieler (Zocker): Ersterer handelt wohlüberlegt, indem er seinen Anlageentscheidungen vornehmlich ökonomische Ursachen und insbesondere die Analyse von Preisdeterminanten zugrunde legt. Letzterer hingegen handelt willkürlich, "auf gut Glück".

Literatur Empfehlung

  • Saber, Nasser (1999): Speculative Capital Volume 1 - the invisible hand of global finance. Financial Times, Prentice Hall. ISBN 0273641557
  • Saber, Nasser (1999): Speculative Capital Volume 2 - The Nature of risk in capital markets. Financial Times, Prentice Hall. ISBN 027364422X

Schlüsselwörter: spekulation, Wirtschaft, Goldmünzen, Goldbarren, Geschichte, Risiko, Chance und Nasser.


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