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Titel: Legierungen mit Gold
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Legierungen mit Gold

Einführung: Gold kommt in der Industrie und dem Alltag in der Regel als Legierung mit anderen Metallen vor, z.B. in der Schmuckherstellung. Im folgenden sehen sie eine Auflistung der gängigsten Legierungen von Gold:

Rotgold

Rotgold ist eine Goldlegierung bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeiten zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil , der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende rote Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt, so akzeptiert der Osten und Süden Europas doch eher die dunkleren farbstarken rötlicheren Goldlegierungen. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR auch als "Russengold" bezeichnet, teilweise ist in Süddeutschland auch heute noch der Begriff "Türkengold" gebräuchlich.

Gelbgold

Eine den Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflußt die Farbe. Mit abnehmenden Goldgehalt reduziert sich auch die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander Ca 1:1, die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe.

Grüngold

Grünlich - Gelbe Goldlegierungen ohne Kupferzusatz, die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis 1:1 mit Silber, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, wobei deutlichste Grünton auftritt. Da allerdings in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers läßt sich durch Cadmium ersetzen was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und Schmelztemperaturen allerdings reduziert. Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise z.B. zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem.

Weißgold

Diese fast farblosen Legierungen wurden in den Jahren 1912/3 als kostengünstiger Platinersatz für Schmuckzwecke in Pforzheim entwickelt und werbefreundlich als "Weißgold" eingeführt. Im francophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als "or gris" graues Gold bekannt.

Als Weißgold bezeichnet man die Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß - blaßgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platin - Nebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Endfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt ein gewisse Menge des entfärbenden Zusatz voraus, der Rest der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt wird oft aus Kupfer / Silber gestellt. Nickelhaltiges Weißgold (eine Gold- Kupfer- Nickel- Zink- Legierung) ist relativ hart und kann bis zur Federhärte gewalzt, gezogen oder geschmiedet werden. Weitere Eigenschaften wie hervorragende Zerspanbarkeit und Polierbarkeit sind von großem Vorteil, dazu noch der niedrige Schmelzpunkt und günstigere Preis, der wiederum daraus resultiert das keine weiteren Edelmetalle im Zusatz enthalten sind. Da der Nickelanteil auf der Haut allergische Reaktionen hervorrufen kann, ist es mittlerweile aus fast allen modernen Schmucklegierungen verbannt. Palladiumhaltige weißgoldene, die edlere alternative, sind vergleichsweise weicher, wobei es durchaus Rezepturen von harten bis weichen Legierungen gibt. Es handelt sich um Mehrstofflegierungen mit bis zu sechs Komponenten. Der Grundfarbton der palladiumbasierten Goldmischungen ist allgemein dunkler, als der des nickelbasierten Weißgoldes. Die Gießeigenschaften (höhere Schmelzpunkt & Oberflächenspannung der Schmelze) sind anders als beim nickelbasierten Pendant. Eine strukturelle Zähigkeit der Metallegierungen erhöht z.B. den Aufwand der Hochglanzpolitur in ungewohnter Weise. Nachteilig ist der erhöhte Preis durch den nicht unbeträchtliche Palladiumanteil. Positiv zeigen die Legierungen ihren hohen Anteil an Edelmetallen (Gold-Palladium-Silber) in Ihren Eigenschaften.

Die kommerziellen Anbieter von Goldlegierungen scheuen keinen Entwicklungsaufwand um immer mal wieder neuartige Werkstoffe anzubieten in diesem Bereich. So gibt es Weißgoldlegierungen mit Kobalt, Chrom, Mangan - Germanium, und anderen Metallen. Verarbeitungsprobleme, Preisentwicklungen, oder schlicht die mangelnde Akzeptanz der Kunden sind dann die Ursachen, warum diese wieder vom Markt verschwinden.

Schmuckerzeugnisse aus Weißgold werden üblicherweise auf galvanischem Weg rhodiniert. Der Überzug mit Rhodium, einem weiteren Platinnebenmetall , bewirkt eine Farbverbesserung, hin zu einem reinen silberartigen Weiß, sowie einer verbesserten Kratzfestigkeit gegenüber der unbeschichteten Metalloberfläche aus reinem Weißgold . Dieser Rhodiumüberzug muß nicht explizit angegeben werden. Durch Abtragen dieses Überzuges kommt das eigentliche Weißgold wieder zum Vorschein, was z.B. bei Trauringen oft nachteilig zu beobachten ist.

Titan-Gold-Legierung

Titan - Goldlegierung ist schwierig in der Herstellung und wird medizinisch eingesetzt.

Quelle

Schlüsselwörter: Gold, Legierungen, Rotgold, Gelbgold, Grüngold, Weißgold und Titan.


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